Dein Studienjob 2027

KI-Kompetenzen 2027: Dein Portfolio für den Werkstudentenjob

Zeige deinen Umgang mit KI anhand von drei eigenen Arbeitsproben. Mit fiktiven Übungsdaten, überprüfbaren Ergebnissen und einem Vierwochenplan für 2027.

Redaktion Werkstudentenjob.comVeröffentlicht: Aktualisiert: 5 Minuten Lesezeit
In diesem Ratgeber
  1. Lege zuerst die Regeln für deine Übungen fest
  2. Miniübung 1: Fehler in einer fiktiven Tabelle erkennen
  3. Miniübung 2: Öffentliche Quellen auf ihre Aussage prüfen
  4. Miniübung 3: Zwei Texte mit begründetem Feedback vergleichen
  5. Dein Vierwochenplan im Januar 2027
  6. Häufige Fragen zum KI-Portfolio

„Ich kann mit KI arbeiten“ bleibt als Fähigkeit schwer überprüfbar. Zeige stattdessen, wie du eine Aufgabe strukturierst, Ergebnisse kontrollierst und Fehler korrigierst. Die folgenden drei Miniübungen ergeben ein kleines Portfolio für deine Werkstudentenbewerbung 2027. Es geht um nachvollziehbare Arbeitsweisen. Ein bestimmtes Werkzeug, Zertifikat oder ein Jobversprechen ist damit nicht verbunden.

Die IHK Ostthüringen beschreibt KI-Kompetenz unter anderem als Kenntnis von Systemgrenzen, kritische Ergebnisprüfung und Verständnis interner Vorgaben. Genau diese Fähigkeiten machst du mit den Übungen sichtbar. Welche davon für einen Job relevant sind, entnimmst du den tatsächlichen Aufgaben der Anzeige.

Lege zuerst die Regeln für deine Übungen fest

Verwende selbst erfundene Daten und kurze selbst geschriebene Texte. Lade keine Bewerbungen anderer Menschen, privaten Arbeitgeberdateien, Kundenlisten oder internen Dokumente hoch. Im Unternehmen klärst du vor einer Nutzung, welche Systeme, Daten und Aufgaben freigegeben sind. Die IHK nennt Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse und interne KI-Regeln als wichtige Prüfpunkte.

Lege für jede Arbeitsprobe eine Seite mit Aufgabe, Eingabe, Vorgehen, Ergebnis und eigener Kontrolle an. Notiere Werkzeugbezeichnung, Datum und verfügbare Versionsangabe. Hebe eine korrigierte Ausgabe und den Grund für die Änderung auf. Die folgenden Kennzeichnungen sind Empfehlungen für ein transparentes Portfolio; sie ersetzen keine möglicherweise geltenden Unternehmens- oder Prüfungsregeln.

Miniübung 1: Fehler in einer fiktiven Tabelle erkennen

Input: Erstelle die folgende kleine, vollständig erfundene Liste eines erfundenen Schreibwarenprojekts. Die Beträge sind Übungswerte ohne Bezug zu einem Unternehmen.

VorgangArtikelAnzahlEinzelpreis
A01Heft32,00 €
A02Stift21,50 €
A02Stift21,50 €
A03Mappefehlt4,00 €

Schritte: Bitte eine KI, Auffälligkeiten mit Zeilennummer zu nennen, fehlende Werte nicht zu ergänzen und eine Rückfragenliste zu erstellen. Berechne die vollständigen Zeilen anschließend selbst in einer Tabellenkalkulation. Prüfe, ob das Werkzeug aus der doppelten Kennung voreilig einen sicher doppelten Verkauf macht.

Ergebnis und Faktenprüfung: Ohne die unvollständige Zeile ergeben die eingetragenen vollständigen Zeilen zwölf Euro. Ob A02 doppelt erfasst wurde oder tatsächlich zweimal vorkam, ist unbekannt. Bei bestätigter Doppeleingabe wären es neun Euro. Für A03 fehlt eine Anzahl; eine Gesamtsumme aller Vorgänge lässt sich daher nicht abschließend bestimmen. Dokumentiere beide offenen Fragen, statt einen Betrag zu erfinden.

Kennzeichnung: „Fiktive Übungstabelle; KI zur Fehlersuche verwendet; Rechenwerte und Schlussfolgerungen selbst geprüft.“ Deine Arbeitsprobe besteht aus Ausgangstabelle, Prüfnotiz und vorsichtig formulierter Ergebniszusammenfassung.

Miniübung 2: Öffentliche Quellen auf ihre Aussage prüfen

Input: Nutze die öffentliche Stellensuchübersicht der Bundesagentur für Arbeit. Sie enthält einen Einstieg zu Werkstudierendenstellen. Die Übungsfrage lautet: „Wo finde ich dort den Zugang zur Werkstudentensuche?“ Verwende nur den benötigten kurzen Inhalt beziehungsweise einen Link, soweit das Werkzeug die Seite tatsächlich abrufen kann.

Schritte: Lass dir einen kurzen Suchweg mit Quellenangabe vorschlagen. Öffne die Seite selbst und prüfe Überschrift, Ziel des Links und Abrufdatum. Frage anschließend, ob aus der Übersicht hervorgeht, wie schnell Arbeitgeber antworten. Kennzeichne eine solche Aussage als unbelegt, wenn sie dort nicht steht.

Ergebnis und Faktenprüfung: Erstelle eine Dreierspalte aus Behauptung, Fundstelle und Bewertung: belegt, nicht belegt oder offen. Eine plausibel klingende Antwort ohne passende Fundstelle reicht nicht aus. Das BSI behandelt in seiner Handreichung zu generativer KI unter anderem Erklärbarkeit und Maßnahmen gegen Halluzinationen. Für deine Übung zählt der selbst nachvollzogene Quellenabgleich.

Kennzeichnung: „Rechercheübung mit öffentlichen Quellen; KI-Vorschläge von mir anhand der Originalseite überprüft.“ Zitiere kurz und verlinke die Quelle, statt ganze fremde Seiten in dein Portfolio zu kopieren.

Miniübung 3: Zwei Texte mit begründetem Feedback vergleichen

Input: Schreibe selbst eine fiktive Mitteilung: „Unser erfundener Lernkreis trifft sich am Donnerstag um 16 Uhr in Raum A. Bitte bringt einen Laptop mit.“ Ergänze eine zweite eigene Fassung, in der versehentlich die Uhrzeit fehlt.

Schritte: Bitte die KI um einen Vergleich nach Vollständigkeit, Verständlichkeit und Ton. Sie soll keine zusätzlichen Informationen erfinden. Entscheide anschließend selbst, welche Änderung du übernimmst. Die offen sichtbare Lücke ist die fehlende Uhrzeit; eine KI darf diese nur aus dem bereitgestellten Ausgangstext übernehmen.

Ergebnis und Faktenprüfung: Lege beide Fassungen, das Feedback und deine endgültige Version nebeneinander. Kontrolliere Namen, Ort, Zeit und Handlungsaufforderung einzeln. Erkläre eine bewusst abgelehnte Stiländerung, etwa eine übertrieben förmliche Anrede.

Kennzeichnung: „Fiktive Textübung; KI-Feedback genutzt; Endfassung selbst ausgewählt und geprüft.“ Damit zeigst du eine redaktionelle Entscheidung statt nur einen automatisch erzeugten Text.

Dein Vierwochenplan im Januar 2027

  • 4.–10. Januar: Übungsordner und Regeln anlegen; Tabelle erstellen und Rechenprüfung durchführen.
  • 11.–17. Januar: Quellenübung bearbeiten; Behauptungen und Fundstellen dokumentieren.
  • 18.–24. Januar: Textvergleich ausführen; Entscheidungen und Korrekturen erläutern.
  • 25.–31. Januar: Drei Arbeitsproben überarbeiten, vertrauliche Inhalte ausschließen und einer Testperson erklären.

Der 4. Januar 2027 ist ein Montag. Dieser Kalender ist ein frei gewählter Lernplan und kein Arbeitgebertermin. Kürze oder verlängere ihn nach deinem Studienalltag. Wähle danach für eine konkrete Werkstudentenstelle die passendste Probe aus. Im Lebenslauf kannst du die geübte Aufgabe sachlich beschreiben. Hinweise zu Anschreiben und KI stehen unter Bewerbung mit KI; bearbeitbare Bewerbungsvorlagen erreichst du über Vorlagen und Wortwuchs.

Häufige Fragen zum KI-Portfolio

Brauche ich Programmierkenntnisse?

Für diese drei Übungen nicht. Du benötigst einen Texteditor, eine Tabellenkalkulation und bei KI-Nutzung ein für deine Eingaben geeignetes Werkzeug.

Soll ich fehlerhafte KI-Antworten zeigen?

Ja, wenn du den Fehler verständlich erklärst und korrigierst. Dein Prüfweg ist ein wichtiger Teil der Arbeitsprobe.

Darf ich die Übungen als Berufserfahrung angeben?

Bezeichne sie als eigene Übungsprojekte. Behaupte weder einen Auftraggeber noch eine berufliche Verantwortung, die du nicht hattest.

Quellen und weiterführende Informationen

Quellenstand: . Die verlinkten Fachstellen und Gesetzestexte helfen dir, deinen konkreten Fall weiter zu prüfen.

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