Ratgeber

Empfehlungsschreiben für ein Studium: Vorlage & Muster

Ein Empfehlungsschreiben sollte gezielt eine verlangte Perspektive auf deine Leistungen ergänzen und die Einreichungsregeln der Hochschule beachten.

Wer sich um einen Studienplatz bewirbt, hat oft viel Konkurrenz. Das gilt besonders, wenn es um einen Master-Studiengang mit wenig Plätzen geht. Ein Empfehlungsschreiben für das Studium kann in solchen Fällen helfen, sich gegen die Mitbewerber durchzusetzen. Hier erfährst du, wann ein Empfehlungsschreiben sinnvoll ist, welchen Inhalt es hat und welche Gesichtspunkte nicht fehlen sollten. Wir stellen dir außerdem ein kostenloses Muster für ein Empfehlungsschreiben für einen Studienplatz zur Verfügung.

Vorlage: Muster-Empfehlungsschreiben für ein Studium


Damit anschaulicher wird, wie ein Empfehlungsschreiben für ein Studium aussehen kann, stellen wir dir im Folgenden ein kostenloses Muster bereit. Bitte beachte, dass es sich dabei lediglich um eine beispielhafte Vorlage handelt. Sie kann dir als Anregung für deinen eigenen Text dienen – dieser sollte immer individuell geschrieben werden.

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Wann ein Empfehlungsschreiben für ein Studium gefragt ist


Wenn Studenten sich für einen Master-Studienplatz bewerben, sind die Hürden häufig groß. Das gilt besonders an renommierten Universitäten oder bei begehrten Studiengängen. Viele Universitäten verlangen von Bewerbern ein Empfehlungsschreiben. Ein solches Schreiben stammt meist von einem Professor oder Dozenten, der den Bewerber gut kennt oder einschätzen kann. Auch Praktikumsbetreuer oder Arbeitgeber können das Schreiben verfassen. Durch die Empfehlung steigen die Chancen, dass der Student für den angestrebten Studienplatz ausgewählt wird.

Auch im Ausland sind Empfehlungsschreiben eine häufige Voraussetzung für die Zulassung zu Studiengängen. Im Englischen ist das Schreiben als „Letter of Recommendation“, „Reference Letter“ oder schlicht „Reference“ bekannt. Selbst für Bachelor-Studiengänge wird ein solches Dokument oft verlangt.

Das Empfehlungsschreiben für das Studium: Eine Bestätigung der fachlichen und persönlichen Eignung


Im Empfehlungsschreiben geht es um eine ausdrückliche Empfehlung des Bewerbers. Deshalb fragen Studenten oft Personen, mit denen sie bereits viel Kontakt hatten und die sie entsprechend gut kennen. Es kommt jedoch auch vor, dass sich Lehrkräfte mit einer entsprechenden Anfrage konfrontiert sehen, die den Studenten kaum kennen. Gerade in großen Studiengängen ist das keine Seltenheit.

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt im Empfehlungsschreiben auf den Stärken und Qualifikationen des Bewerbers. Besonders wichtig ist es, die akademischen Erfolge herauszustellen und mögliche Schwerpunkte zu nennen. Gleichzeitig sollte auch die Persönlichkeit des Bewerbers eingeschätzt werden. Dabei können wichtige Merkmale – etwa Kommunikationsfähigkeit, Motivation oder Engagement – in den Vordergrund gerückt werden. Bei der Auswahl kommt es darauf an, welche Eigenschaften im angestrebten Studiengang besonders wichtig erscheinen.

Es ist wichtig, zu erklären, warum der Verfasser den Studenten für geeignet für den angestrebten Studiengang hält. Falls das Studium im Ausland stattfinden soll, kann auch begründet werden, warum dieses Land eine gute Wahl für den Bewerber ist.

Das Empfehlungsschreiben sollte nicht zu nüchtern geschrieben werden. Je offensichtlicher und glaubhafter das Lob, desto positiver wirkt das Empfehlungsschreiben auf den Empfänger. Dazu gehört auch, am Ende des Schreibens eine ausdrückliche Empfehlung auszusprechen.

Der Aufbau des Empfehlungsschreibens


Ein Empfehlungsschreiben ist zunächst ein Brief. Als solcher benötigt er einen Briefkopf mit den Daten des Absenders und des Empfängers. Als Absender kannst du deine Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse angeben. So weiß der Empfänger, wie er dich bei Rückfragen erreichen kann.

Datiere das Schreiben und füge den Ort hinzu. Auch ein Betreff ist essenziell – meist schlicht „Empfehlungsschreiben für “ oder „Empfehlung für “. Mit oder ohne Anrede steigst du nun in den Text ein. Im ersten Abschnitt solltest du erklären, woher und wie gut du den Bewerber kennst.

Nach der Einleitung folgt deine Einschätzung des Studenten. Wie hat er oder sie sich hervorgetan? Was war besonders auffällig? Erwähne sehr gute akademische Leistungen und besondere Erfolge. Gehe auch auf den Charakter des Studenten ein. Wie hast du ihn oder sie erlebt? Begründe die Eignung des Bewerbers für den angestrebten Studiengang. Geht es um einen Studienplatz im Ausland, solltest du auch auf die Sprachkenntnisse des Studenten zu sprechen kommen.

Im Schluss bekräftigst du deine Empfehlung. Du kannst noch einmal auf den Punkt bringen, warum du den Studenten für geeignet hältst. Wenn du Lehrkraft des Studenten warst, kannst du ihm oder ihr alles Gute wünschen. Unterschreibe das Dokument persönlich.

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Erst den Zweck, dann die Form klären

Für eine Studienbewerbung gibt es kein überall passendes Empfehlungsschreiben. Prüfe auf der offiziellen Seite der Hochschule, ob eine Empfehlung vorgesehen ist und wer sie abgeben darf. Lies auch, ob die Hochschule eine freie Stellungnahme oder Antworten auf konkrete Fragen erwartet. Ein zusätzliches Dokument bringt wenig, wenn im Verfahren ausschließlich bestimmte Nachweise berücksichtigt werden.

Eine begründete Anfrage stellen

Erkläre der möglichen Referenzperson, welche fachliche Richtung du anstrebst und weshalb du gerade sie ansprichst. Nenne den gemeinsamen Kontext: eine betreute Arbeit, ein Kurs mit intensiver Mitarbeit oder ein Projekt. Dadurch kann die Person einschätzen, ob sie tatsächlich aussagekräftige Beobachtungen beitragen kann. Ein berühmter Name ohne Bezug zu deiner Arbeit ist keine verlässliche Grundlage.

Fasse die wichtigsten Informationen in einer kurzen Nachricht zusammen. Ergänze Frist, Sprache, Format und Versandweg. Falls ein Onlineportal eine Einladung verschickt, informiere die Person vorher. Eine unerwartete automatische Anfrage ist kein Ersatz für die persönliche Bitte.

Geeignete Belege zusammenstellen

Die Empfehlung sollte nicht von dir als fertige fremde Bewertung ausgegeben werden. Liefere auf Wunsch Fakten oder einen ausdrücklich gekennzeichneten Entwurf; die Prüfung und Verantwortung bleiben bei der empfehlenden Person. Halte außerdem deine eigene Motivation und die Zugangsnachweise vollständig. Ein Gutachten kann fehlende formale Voraussetzungen nicht automatisch ausgleichen.

Plane einen Puffer vor der Frist ein. Frage sachlich nach, wenn die Einreichung unklar ist, und informiere über Änderungen im Bewerbungsverfahren. So bleibt die Unterstützung für beide Seiten überschaubar und die Hochschule erhält das Dokument auf dem verlangten Weg.